Geflecktes Lungenkraut, die Heilpflanze im März 2019

Das Gefleckte Lungenkraut – Pulmonaria officinalis

Wie der Name schon vermuten lässt, wird diese bei uns im Norden häufig anzutreffende Pflanze, bei Erkrankungen der Lunge eingesetzt. Anfang März findet man sie oft an den Wegrändern unter Laubbäumen und an Bachläufen. Auffällig sind ihre blauen bis violetten Blüten und hell gefleckten rauen Blätter. Das Lungenkraut gehört zu den Borretschgewächsen (Boraginaceae) so wie auch der Beinwell (Symphytum) oder eben der als Küchenpflanze bekannte Borretsch.

Phytotherapeutische Einsatzgebiete des gefleckten Lungenkraut

Allen dreien ist gemein, dass sie als Inhaltsstoffe sogenannte Pyrrolizidinalkaloide haben. Diesen Alkaloiden schreibt man ab einer erhöhten Menge eine karzinogene Wirkung zu. Daher ist beim Einsatz dieser Pflanzen Vorsicht geboten. Es gilt die Menge und die Dauer der Therapie im Blick zu haben und zu begrenzen.

Anwendung findet das gefleckte Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) vor allem bei Atemwegserkrankungen mit Husten, Halsschmerzen und Heiserkeit. Es enthält sogenannte Saponine, die das Bronchialsekret verflüssigen. So kann man es besser abhusten. Gleichzeitig legt es sich reizlindernd auf die Schleimhäute. Es enthält aber auch Kieselsäure, welche den Bronchien Stabilität verleiht.

Da das gefleckte Lungenkraut auf Schleimhäute allgemein reizlindernd und beruhigend wirkt, kann es auch bei Durchfallerkrankungen zum Schutz der Darmschleimhaut eingesetzt werden. Hier spielten aber auch die enthaltene Gerbstoffe, welche adstringierend also „zusammenziehend“ wirken, eine wichtige Rolle.

Eine dritte Anwendungsmöglichkeit ist die Wundbehandlung. Hierfür stellt man einen kräftigen Sud aus Blätter und Wurzeln her, diesen kann man auf kleinere Wunden aufgelegen. Die positive Wirkung ist hierbei den zusammenziehenden Gerbstoffen und der das Bindegewebe unterstützenden Kieselsäure zu zuschreiben.

Zu beachten!

Was für alle Pflanzen gilt, ist bei der Verwendung von geflecktem Lungenkraut besonders wichtig!

  • eine Begrenzung der Therapiedauer auf maximal 6Wochen im Jahr
  • eine Begrenzung der Menge, maximal 3×1 Tasse mit je 2 Teelöffel frischem oder getrocknetem Kraut
  • keine Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei kleineren Kindern
  • nur Pflanzen sammeln und verwenden die man sicher kennt

In Tees wird es mit anderen „Hustenkräutern“ gemischt und so seine Wirkung zu verstärkt.

Neues aus der Praxis Heilkraut

Um  größere Sicherheit bei der Bestimmung zum Sammeln und Verwenden von Heilpflanzen zu erlangen, biete ich ab Mai wieder meine beliebten Heilkräuterwanderungen an. Der erste Termin wird über die VHS Gettorf im Rahmen des Naturmonats Mai organisiert und findet am 25. Mai 2019 ab 14:00 Uhr statt. Genauere Informationen erhalten Sie über die VHS Gettorf, die Anmeldung erfolgt ebenfalls dort. Über weitere Termine halte ich Sie auf meiner Website und auf Facebook auf dem Laufenden. Es lohnt sich also immer wieder mal rein zu schauen.

Bis dahin, bleiben Sie gesund und wenn Sie Hilfe zum Gesunden benötigen wenden Sie sich gerne an mich.

Ihre Charlotte Bronst