Thymian, die Heilpflanze des Monats Januar 2019

Im Januar möchte ich eine Heilpflanze vorstellen, die am ehesten mit Kochen und Essen in Verbindung gebracht wird. Der Thymian oder Thymus vulgaris. Neben der vor allem in der mediterranen Küche genutzten Wirkung auf die Verdauung, hat der Thymian noch viel mehr zu bieten.

Als Zugabe beim Kochen unterstützend er die Verdauung und hier vorrangig die Leber. Er beseitigt aber auch Blähungen und schützt vor Sodbrennen. Sein Hauptwirkstoff ist das Thymol, es wirkt unter anderem entkrampfend und ermöglicht so den Einsatz bei verschiedenen Erkrankungen. Wie zum Beispiel bei krampfartige Schmerzen während der Menstruation. Durch seine pflanzlichen Östrogene kann er zudem regulierend in den weiblichen Zyklus eingreifen oder leichte Beschwerden in den Wechseljahren abschwächen.

Aber auch auf das Bronchialsystem wirkt er entkrampfend. Hier ist eines seiner Haupteinsatzgebiete in der Phytotherapie. Meist in Kombination mit anderen hustenstillenden und schleimlösenden Pflanzen wie Schlüsselblume (siehe Heilpflanze Februar 2017), Efeu oder Fenchel (siehe Heilpflanze Dezember 2017), wird er in verschiedenen pflanzlichen Hustenmittel verwandt. Wobei Asthmatiker diese Pflanze mit Vorsicht genießen sollten, wenn sie eine Pollenallergie haben. Das Thymol hat eine antibiotische Wirkung und kann daher gut bei einer leichten Bronchitis eingesetzt werden. Neben der krampflösenden, hat Thymol auch eine beruhigende Wirkung auf die Schleimhäute. Es löst den festsitzenden Schleim aus den Bronchien, so dass er besser abgehustet werden kann.

Zur Anwendung kommt das ganze Kraut, welches vor der Blüte geerntet werden sollte. Dann ist die Wirkstoffkonzentration am höchsten. Neben der Anwendung als Gewürz kann man, ob frisch oder getrocknet, Thymian auch als Tee, Tinkturen oder in Form von ätherischem Thymian-Öl anwenden. Die Form der Anwendung ergibt sich aus der Art der Erkrankung. So kann man zum Beispiel bei einer Bronchitis mit dem Tee eine Inhalation durchführen. Ihn aber bei Blähungen und zur Stärkung der Leberfunktion trinken. Es lassen sich auch Hustenbonbons daraus herstellen. Das ätherische Thymian-Öl sollte nur verdünnt angewandt werden, da es die Haut reizen kann.

Schwangere, Kinder, Menschen mit Leberschäden und die schon oben erwähnt Asthmatiker mit einer Pollenallergie, sollten mit größeren Mengen Thymians vorsichtig umgehen.

Auch hier gilt der Spruch des Paracelsus: "die Dosis macht das Gift"! Bedenken Sie auch Pflanzen können im Übermaß genossen Schäden verursachen. Daher kontaktieren sie mich bei Fragen, damit wir in einem ruhigen Gespräch ein Kraut gegen ihre Erkrankung finden.

Ein gesundes neues Jahr wünscht ihnen

ihre Charlotte Bronst