Walnuss – die Heilpflanze im Monat September

Die Walnuss – Juglans regia

Ein weiterer Bestandteil des 6er Tees sind die Blätter des Walnussbaumes. Auch wenn die Früchte/Nüsse bekannter sind, die Blätter kann man ebenfalls für verschiedene Erkrankungen einsetzen. Andere Bestandteile des 6er Tees, sind die schon vorgestellten Heilpflanzen, die Schafgarbe, die Birke, das Johanniskraut und/oder die Zitronenmelisse.

Die Geschichte der Walnuss

Ursprünglich stammt die Walnuss aus Persien (Iran) dort ist sie schon seit ca. 7000 v. Chr. bekannt. Die Walnussbäume kamen über den Mittelmeerraum nach Griechenland und Italien und von dort nach Mitteleuropa. Nach Deutschland kam er über Gallien (Teil des heutigen Frankreich) und hieß ursprünglich “Walachbaum”. Der Baum von den Walachen, so wurden die Bewohner Galliens damals bezeichnet. Sowohl bei den Griechen, als auch bei den Römern galt die Walnuss als Speise der Götter. Der Name bei den Griechen lautete Dios balanos, was mit “Eichel des Zeus” übersetzt werden kann. Bei den Römern hieß sie Iovis glans, “Eichel des Jupiter”. Daraus wurde mit der Zeit der Name Juglans. Der Namensteil regia stammt von dem schwedischen Naturforscher Carl von Linné, er gab damit der Frucht seinen “königlichen” Beinamen. Die Form der Nuss, welche einem menschlichen Gehirn sehr ähnlich sieht, machte sie früh zur “Nervennahrung”.

Phytotherapeutischer Einsatz der Walnuss

Heute weiss man, dass die Römer und Griechen recht hatten, die Walnuss als Nervennahrung zu bezeichnen. Besonders der hohe Lecithin Gehalt aber auch weitere wichtige Inhaltsstoffe kommen dem Gehirn zu Gute. Ob als Snack zum Beispiel im “Studentenfutter”, im Müsli, zu Salaten oder anderen Speisen, die Walnuss ist immer eine Bereicherung. Auf Grund ihrer vielen Inhaltsstoffe gilt sie oft als “Superfood” bei Sportlern. Das Verhältnis von Omega-3-Fettsäuren, Kalium und der hohen Eiweißanteil helfen beim Muskelaufbau. Zur Regulierung des Cholesterinspiegels kann die Nuss ebenfalls beitragen. Ihr wird nachgesagt, dass Ihr Verhältnis von Omega-3-Fettsäure (Alpha Linolensäure) und Omega-6-Fettsäure (Alpha Linolsäure) das “schlechte” LDL Cholesterin effektiver senken als fetter Seefisch. Auch bei Diabetes hilft die Kombination aus Eiweiß und Fettsäuren der Walnuss zur Regulierung des Blutzuckerwertes.

Was viele nicht wissen ist, dass nicht nur die Frucht der Walnuss in der Phytotherapie eingesetzt wird. Auch ihre Blätter haben gesundheitsfördernde Wirkstoffe. Durch ihren hohen Gerbstoffanteil, wirken sie adstringierend (zusammenziehend), entzündungshemmend und wundheilend. Die adstringierende Wirkung kann bei stark schwitzenden Füßen mit einem Fußbad genutzt werden. Als Tee getrunken wirkt er blutreinigend und stoffwechselanregend, so können Magen- und Verdauungsprobleme damit behoben werden. Bei Aphten im Mundbereich kann eine Mundspülung mit Walnusblättertee helfen.

Ein Walnussblätterumschlag kann bei Hautirritationen, Ekzemen und übermäßiger Schweissproduktion Erleichterung verschaffen. Hier kommen die oben genannten Eigenschaften zum Tragen; Entzündungshemmend (Hautirritation und Ekzem), Wundheilend (Ekzem) und Zusammenziehend (erhöhte Schweissproduktion).

Aus den frischen grünen Hüllen der Nüsse kann man ein natürliches Insektenschutzmittel herstellen. Dazu verwendet man kaltgepresstes (Oliven)Öl im Verhältnis 200g/1l dies für ca.6 Wochen an einem warmen Platz stellen und gelegentlich schütteln. Dann gut filtern und dunkel aufbewahren.

Neues aus der Praxis Heilkraut

Die nächsten Termine an der VHS Eckernförde stehen fest. Hier der Link zur Anmeldung Heilkräuter am Wegesrand bestehend aus zwei Terminen am 21.10. und am 23.10.2019. Auch an der VHS Gettorf gibt es einen Workshop mit mir am 14.11.2019 hier lautet das Thema Mit Heilkräutern gegen Erkältungskrankheiten über den Link gelangt man ebenfalls zur Anmeldung. Ich freue mich viele Interessierte begrüßen zu dürfen.